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Klara Bensegestorben am 24. März 2020

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Rike, Florian, Klara
schrieb am 28. März 2020 um 11.01 Uhr

Liebe Oma,
jetzt sitzen wir zu Hause und denken grade ganz besonders an dich. Leider können wir heute nicht dabei sein. Dafür sind wir es in Gedanken.
Morgen werden Malte und ich dir Blumen bringen und uns auch persönlich verabschieden.

Im Moment kommen viele sehr schöne Erinnerungen wieder zurück. Viele Erinnerungen haben mit leckerem Essen zu tun. Ich denke an eingemachte Kirschen, Waffeln, Apfelmuß und Gulasch. Das hast du uns immer gekocht, wenn wir dich als Studenten in Ochtrup besucht haben. Du hast dann immer gesagt, wie gut wir es doch haben.

Als du Florian kennen gelernt hast, warst du ganz begeistert von ihm. Das hat mich sehr gefreut.

Ich bin sehr froh, dass unsere Klara den Namen mit dir teilt. So werden wir ihr auch in Zukunft von dir, ihrer Uroma erzählen. Wenn sie Quatsch macht, kommt es auch mal vor, dass ich sie Klärchen nenne und dann muss ich besonders an dich denken.

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Hilde
schrieb am 27. März 2020 um 10.12 Uhr

Von allen Seiten umgibst Du mich
und hältst Deine Hand über mir.

Liebe Ulla ,Jürgen und Andrea
Hiermit möchte ich mein tiefstes Mitgfühl ausdrücken mit dem Verlust eurer Mutter Klärchen.Wie schwer muss es für euch sein in dieser Zeit die vom Coronavirus bestimmt wird allein Abschied zu nehmen ,wo Klärchen doch so ein gesseliger Mensch war,aber ihr seid nicht allein in Gedanken und Gebet sind wir bei Euch.

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Conny und Rolf
schrieb am 26. März 2020 um 19.07 Uhr

Lieber Jürgen, liebe Ulla und liebe Andrea, wir denken an euch, besonders an dem Tag, wo ihr nur in kleinster Runde eure Mama zu ihrer letzten Reise begleitet. Besonders denken wir an ihre Enkelkinder, die nicht dabei sein dürfen, da es die jetzigen Umstände nicht zulassen. Eure Oma Klärchen, hätte dafür bestimmt einen Spruch gehabt, so etwa wie "ich freue mich auch über einen späteren Besuch, wenn sich die Lage wieder beruhigt hat". Die Urenkel haben den Vorteil, dass sie noch sehr jung sind und sich dann von euch Älteren alle Geschichten über Uroma Klärchen erzählen lassen. So bleibt sie bei euch.

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Anneliese, Sabine und Ulrike
schrieb am 26. März 2020 um 18.20 Uhr

Liebe Tante Klärchen,
auch wenn du gegangen bist, bleibst du in unserer Erinnerung wie du warst und stets in unseren Herzen.
Du warst für uns eine liebenswerte Tante, die auch in schweren Zeiten ihren Humor und ihr Lachen nie verloren hat. Du warst für unsere Mutter ein besonders wichtiger Mensch......ihre große Schwester, die für sie ein Vorbild war. Auch für unsere Kinder warst du eine tolle Großtante. Wir werden die vielen gemeinsamen Stunden, die wir mit dir und Onkel Josef erlebt haben, immer in liebevoller Erinnerung behalten.

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Klara, dein Leben
schrieb am 26. März 2020 um 11.09 Uhr

Klara, das war dein Leben:
Geboren wurdest du am 7. April 1932 in Laer und bekamst von deinen Eltern den schönen Namen Klara Clementine Lengers. Du warst das zweitälteste Kind von 7 Geschwistern, einem Bruder und sechs Schwestern.
Deine Schulzeit war beherrscht von Bombenalarmen. Du lerntest gerne, aber die Arbeit auf dem Bauernhof deiner Eltern mitten im Dorf und die Versorgung der jüngeren Geschwister hatten meistens Vorrang.
Als junge Erwachsene kamst du beim Ochtruper Juwelier Pieper in Stellung. Auf dem Schützenfest des Weiner-Schützenvereins lerntest du deinen späteren Ehemann Josef Löcker kennen, einen Bauernsohn aus der Weiner. 1956 wurde Hochzeit gefeiert und Einzug gehalten in das kürzlich erworbene Haus am Nienborger Damm, das seitdem dein Zuhause war. Auch hier gab es, wie du es gewohnt warst, von Anfang an viel Arbeit: Nicht nur ein Anbau wurde errichtet und das Dach neu gedeckt. Auch der große Garten musste bestellt werden, zur Versorgung mit Obst und Gemüse. Für den Festtagsbraten und die Einlage im Eintopf wurde noch dazu ein eigenes Schweinchen gehalten, für das du ebenfalls im Garten die Rüben anbautest. Das größte Glück in deiner kurzen Ehezeit waren aber die Geburt der drei gesunden Kinder: Ulla, Jürgen und Andrea.
1963, direkt nach der Geburt deiner jüngsten Tochter Andrea, begann jedoch die härteste Zeit deines Lebens. Als Andrea 10 Tage alt war, erlitt dein Ehemann Josef eine Hirnblutung und starb 2 Wochen später mit 43 Jahren im Krankenhaus. Nun hattest du, 30 Jahre alt, ohne erlernten Beruf, die alleinige Verantwortung für deine drei kleinen Kinder - und lebtest noch dazu in einem renovierungsbedürftigen Haus. Die Herausforderungen, die nun auf dich zukamen, hast du aber alle mutig und tatkräftig angepackt und gemeistert.
Am wichtigsten war dir immer, dass deine Kinder behütet und gesund aufwachsen konnten. Darum hast du lange Jahre auf eine Berufstätigkeit verzichtetet und ernährtest die Familie durch Selbstversorgung mithilfe des großen Gartens und der jährlichen Aufzucht des Schweinchens, das immer wie selbstverständlich dazu gehörte. Das bedeutete für dich: Arbeiten von früh bis spät - jahrein, jahraus.
Zur Erholung ging es natürlich nicht in den Urlaub. Stattdessen wurde am Wochenende meistens die Verwandtschaft besucht. Mit dem Fahrrad oder dem Bus, die Kinder im Schlepptau, ging es dann nach Laer, Neuenkirchen, Vreden, nach Leer oder in die Weiner. Ebenso oft und mit viel Spaß richtetest du aber auch selbst Visiten aus, wenn die Verwandtschaft auf Gegenbesuch kam. Dann wurden Tische geschoben, Torten gebacken und die leckersten Gerichte zubereitet.

Dass die Kinder eine gute Schulbildung bekamen, war dir ein wichtiges Anliegen. Aber immer sorgtest du auch dafür, dass die Freunde ihrer Kinder sich willkommen fühlen konnten. Legendär waren die Karnevalsfeste, oder die häufigen Einladungen zum Reibekuchenessen, frisch aus der Pfanne.
1974, am Tag der deutschen Fußballweltmeisterschaft lerntest du dann deinen 2. Ehemann, Josef Bense aus Welbergen, kennen. Nachdem dieser dir versichert hatte, dass er wusste, was er tat - nämlich eine Witwe mit 3 Kindern zu heiraten, wurde schon im folgenden November geheiratet.
Von da an wurde das Leben endlich leichter. Du musstest nicht mehr alle Sorgen allein bewältigen. Das Haus wurde mit Einbau von Dusche und Zentralheizung auf den Stand der Zeit gebracht, und sogar Reisen waren von da an möglich. So lerntest du im Laufe der Jahre nicht nur Österreich, Italien und Frankreich kennen, sondern auch viele schöne Gegenden Deutschlands, die bisher, ohne Auto und ohne Geld, unerreichbar gewesen waren.
Nachdem die Kinder aus dem Haus waren, wolltest du auf eine Aufgabe nicht verzichten und betreutest und begleitetest als Tagesmutter den kleinen Mirco die ersten 10 Jahre seines Lebens.
Mit deinem Mann Josef gemeinsam versorgtest du, so lange es ging, weiterhin mit viel Eifer und Freude das große Grundstück und das Haus am Nienborger Damm. Hier fühltest du dich glücklich und pflegtest den Kontakt zu der großen Nachbarschaft, mit der du all die Jahre ein gutes Verhältnis hattest.
Deshalb war es auch dein Herzenswunsch, im eigenen Zuhause bleiben zu können, als sich das Alter bemerkbar machte und es ohne Hilfe nicht weiter ging.
Seit September 2015 wurden du und Josef von Birute betreut. Diese liebevolle, immer gut gelaunte und fleißige Frau aus Litauen sorgte fortan für alles, was ihr brauchtet. Zum Glück wohnte deine Tochter Ulla in Ochtrup und konnte ihren Teil dazu beisteuern, dass alles gut klappte. In der Tagespflege Vita gab es 2 x pro Woche Abwechslung und Gesellschaft. Hier fühltest du dich immer gut aufgehoben. Auch der Pflegedienst trug seinen Teil dazu bei, dass du gut versorgt warst.
Ein halbes Jahr nach Josefs plötzlichem Tod, im April 2019, ließen dann auch deine Kräfte spürbar nach. Fortan war die Rampe im Haus unverzichtbar, da die Beine gar nicht mehr wollten. Die eingespielte Hilfe ermöglichte es dir aber, bis zuletzt in deinem eigenen Haus zu bleiben und hier am 24. März 2020 zu sterben - so wie du es dir gewünscht hast.

Niemals hättest du daran gedacht, dass deine Beerdigung aufgrund der Corona-Krise im allerengsten Familienkreis stattfindet. Du, der die Verwandtschaft und Nachbarschaft, besonders aber die eigene Familie immer so viel bedeutet hat. - Du kannst aber mehr als sicher sein, dass in dieser Zeit viele Menschen an dich denken und sich an die Erlebnisse, die sie mit dir verbinden, gerne erinnern werden.
Du warst eine bemerkenswerte Frau. Danke, dass es dich gab.